Anker geworfen im westlichen Mittelmeer: Unser AIDA-Familienabenteuer!
6. Februar 2026
Mediterrane Highlights mit AIDAstella – Unser Familienabenteuer im Sommer 2025
Vom 31. Juli bis 10. August 2025 waren wir mit unseren beiden Jungs (12 und 15 Jahre) auf der Route „Mediterrane Highlights“ mit der AIDAstella unterwegs. In Kabine 4214 haben wir zehn unvergessliche Tage erlebt, die uns zu den schönsten Ecken des Mittelmeers führten.
Unser Schiff, die AIDAstella wurde 2013 bei Meyer in Papenburg gebaut und hat in 1.100 Kabinen je nach Belegung Platz für etwa 2.190 bis 2.700 Passagiere und 660 Besatzung. Die AIDAstella ist das neueste von sieben Schiffen der Sphinx-Klasse, die alle noch bis 2028 das bisher größte Modernisierungsprogramm AIDA-Evolution durchlaufen und umfassende Umbauten von Kabinen, Restaurants, Bars und technischen Systemen erhalten, um das Serviceangebot an Bord zu verbessern und neue Maßstäbe zu setzen.
Bis dahin sind wir aber auch so noch gerne auf unserem Lieblingsschiff unterwegs! ;-)
Palma de Mallorca – Der perfekte Start
Gestartet sind wir in der Nacht vom Flughafen Münster/Osnabrück direkt nach Palma de Mallorca, wo wir früh angekommen sind. Am Terminal wurden wir von der AIDA Crew gut sichtbar erwartet und gleich nach Ankunft zum Schiff geshuttled.
Nach dem CheckIn an Bord der AIDAStella war noch genügend Zeit bis zum späten Auslaufen, die wir für einen ausgiebigen Stadtrundgang nutzen konnten.
Vom Hafen aus haben wir uns ein Taxi zum "Paseo Maritimo" unterhalb der Kathedrale genommen – für etwa 20 Euro und ein sehr lebhaftes Gespräch mit der Fahrerin. Angesprochen auf das Thema „Mallorca und die vielen Touristen“, hatte sie eine klare Meinung: „Wir leben davon und alles andere ist Verrückt!“ Eine sympathische und ehrliche Haltung, die uns gleich zu Beginn vermutlich die echte Meinung der meisten Einheimischen näherbrachte. ;-)
Palma mit seiner imposanten Catedral-Basílica de Santa María de Mallorca - oder kurz "La Seu" - direkt oberhalb vom Paseo Maritimo gelegen und seiner Altstadt "El Casco Antiguo" ist immer wieder einen Besuch wert. La Seu sollte man auf jeden Fall einmal von innen gesehen haben. Das Licht ist einfach traumhaft.
Von der Kathedrale sind wir vorbei am Park "L´Hort del Rei" in Richtung "Passeig des Born" gelaufen. Diese von Bäumen gesäumte Flaniermeile führt durch das Herz von Palma und ist ideal zum Schlendern, Entspannen und Beobachten des geschäftigen Treibens. Verliert man sich in dem Labyrinth aus engen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt, entdeckt man versteckte Innenhöfe (Patios), kleine Läden und traditionelle Tapas-Bars.
Einen Besuch wert ist auch eine der Traditionellen Markthallen. Entweder "Mercat de l'Olivar": Palmas größte Markthalle bietet ein Erlebnis für alle Sinne mit einer Fülle von frischem Obst, Gemüse, Fisch und lokalen Spezialitäten. Alternativ gibt es den kleineren "Mercat de Santa Catalina" im gleichnamigen Stadtteil, westlich der Altstadt.
Tipp: Auf die Marktzeiten achten und nicht erst kurz vor Ende dorthin gehen.
Olbia – Delfine, Schnorcheln und Kunsthandwerk
In Olbia, das im Norden Sardiniens liegt und mit seinem Fährhafen die italienische Insel mit dem Festland verbindet, haben wir mit dem Speedboot eine Delfintour zur Isola del Figarolo unternommen. Der Touranbieter ist vom Schiff aus fußläufig über die Viale Isola Bianca zu erreichen und befindet sich am Jachthafen Lega Navale Italiana.
Gebucht haben wir die Tour schon rechtzeitig vor Reisebeginn über GetYourGuide, was sehr gut funktioniert hat. Es war ein wunderbares Familienerlebnis – auch wenn Delfinsichtungen natürlich nicht garantiert sind, hatten wir Glück. Unser Guide wusste ziemlich genau, wo er die Delfine suchen musste. Highlight war das Schwimmen und Schnorcheln im kristallklarem Wasser - mit Delfinen in nächster Nähe an der Cala Moresca. Nach ein paar wunderschönen Stunden auf und im Wasser ging es dann - anders als auf dem Hinweg - in einer aktionreichen Fahrt mit dem Speedboot zurück nach Olbia.
Olbia selbst hat unserer Meinung nach nicht so viel zu bieten. Aus dem Grund hatten wir auch im Vorfeld die Delfintour gebucht. Nach der Tour war aber noch genügend Zeit, die wir genutzt haben, um vorbei am Riesenrad "Ruota Panoramica", einen Abstecher in die Altstadt um den "Corso Umberto" zu machen. Bei einem Eis und einem erfrischenden Getränk haben wir den Nachmittag genossen. Zufällig fand gerade ein Kunsthandwerkermarkt statt – ein schöner Bonus für unseren Aufenthalt.
Ansonsten lohnt sich vielleicht der Besuch des "Spiaggia Piuttulongu", einem der schönsten Strände Sardiniens. Da solltet ihr im Sommer allerdings an einen Sonnenschirm denken. Der Strand grenzt direkt an Olbia und ist mit dem Bus zu erreichen.
Tipp: Touren zum Beispiel über Get Your Guide rechtzeitig im Vorfeld buchen. Stornierungen sind in der Regel kurzfristig möglich.
Neapel und Capri – Kajaktour statt Pompeji
Vesuv und Pompeji haben wir nur aus der Ferne gesehen, denn wir hatten uns für ein anderes Highlight entschieden: die Insel Capri.
Früh haben wir uns auf den kurzen Fußweg zum Fähranleger Molo Beverelo gemacht, der sich leicht links vom Kreuzfahrtterminal Stazione Marittima befindet. Die Fähre hatten wir per App über www.DirectFerries.de gebucht. Tipp: Der Fähranleger ist in der Regel sehr voll, aber die Fährschiffe sind größer als man denkt. Wer gebucht hat, kommt in der Regel auch mit. ;-)
Nach der Überfahrt haben wir vom Hafen Marina Grande die Zahnradbahn Funicolare di Capri hinauf in den Ort genommen.
Die malerischen Gassen von Capri haben wir zu Fuß erkundet, bevor wir zu unserem nächsten Abenteuer aufgebrochen sind.
Am Nachmittags haben wir eine richtig schöne Kajaktour vom Marina Piccola entlang der Südküste unternommen.
In einer kleinen Gruppe aus Einer- und Zweierkajaks ging es geführt von einem erfahrenen Guide die Küste entlang Richtung Faraglioni di Mezzo einer traumhaften Felsformation und Wahrzeichen von Capri. Auf dem Weg dahin war der Blick auf die Steilküste grandios und die international besetzte Gruppe aus Dänen, Deutschen, Italienern und Amerikanern war sehr lustig.
Wie viele Capri-Besucher waren auch wir vom Wasser aus in einer Höhle unterwegs – zwar nicht die berühmte Blaue Grotte, aber unsere Grotte hatte ebenfalls ein wunderschönes Licht- eher grünlich. ;-)
Zurück zum Hafen ging es dann standesgemäß mit einem für Capri typischen offenen Taxi, die überall auf der Insel unterwegs sind. Jetzt schnell auf die Fähre und in 50 Minuten zurück nach Neapel.
Ein Tag auf Capri war sehr sehr schön, aber wer die Gelegenheit dazu hat, sollte unbedingt einmal über Nacht dort bleiben, um die Insel in vollen Zügen auch am Abend zu genießen!
Tipp: Im Vorfeld sehr genau überlegen, was man auf der Insel sehen oder erleben möchte. Die Zeit ist knapp und vergeht leider wie im Flug! Wir hatten unseren Ausflug im Vorfeld wieder über www.GetYourGuide.de gebucht und die Fähre über www.DirectFerries.de reserviert.
Rom auf eigene Faust – 14 Kilometer durch die Ewige Stadt
Unser absolutes Highlight war auch bei dieser Reise Rom - die "Ewige Stadt".
Statt eines organisierten Ausflugs haben wir uns für die flexible, selbst organisierte Variante entschieden und sind mit dem Zug ab Civitavecchia in die italienische Hauptstadt gefahren.
Im Hafen Civitavechia sind wir in den öffentlichen Shuttlebus gestiegen, der uns aus dem Hafen zum Hafentor "Largo della Pace" gebracht hat. Von hieraus sind wir ca. 15 Minuten zu Fuß durch die Stadt zum Bahnhof gelaufen. Alternativ wird ein kostenpflichtiger Shuttlebus, der "Port Mobility Shuttle" zwischen Kreuzfahrtterminal und Bahnhof eingesetzt. Die Fahrt kostet 6,- EUR pro Person. Wir haben uns das gespart und so auch Civitavechia eine Chance gegeben. ;-)
Die Buchung der Zugtickets über die TrenItalia-App erschien uns am einfachsten und war völlig unkompliziert und hat uns die Wartezeiten am Ticketautomaten erspart. Die App sollte man im Vorfeld einrichten, da Zahlungsdaten hinterlegt werden müssen.
Wir sind im Rom am Bahnhof Roma San Pietro ausgestiegen, der in unmittelbarer Nähe zum Vatikan liegt. Vom Bahnhof ging es direkt zum Petersplatz und von dort aus haben wir unseren 14 Kilometer langen Stadtspaziergang durch Rom, vorbei an zahlreichen Wahrzeichen der Stadt absolviert. Wer möchte kann sich den Streckenverlauf auf Komoot anschauen, der vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Engelsburg, Engelsbrücke, Trevi-Brunnen, Victor-Emanuels Denkmal, Teatro Marcello, kurz am Tiber und Circus Maximus entlang, schließlich in das Historische Zentrum mit Forum Romanum, Konstantins Bogen und natürlich dem Kolosseum führt. Eine Besichtigung des Kolosseum können wir absolut empfehlen, dafür solltet ihr Zeit einplanen. Hier ein Tipp für das Kolosseum auf GetYourGuide.
Der Weg zum Hauptbahnhof Termini hat uns noch vorbeigeführt an der Basilica Papale di Santa Maria Maggiore, der letzten Ruhestätte von Papst Franziskus, die täglich von tausenden Pilgern besucht wird. 2025 im "Heiligen Jahr", einem nur alle 25 Jahre stattfindenden Großereignis der katholischen Kirche, wurden in 4 Tagen 100.000 Besucher verzeichnet hat. Insgesamt haben in diesem besonderen Jahr 30 Millionnen Pilger die Stadt Rom besucht. Wir waren dabei. Eher zufällig ...
Den Rückweg zum Schiff haben wir wie schon erwähnt vom Bahnhof Termini angetreten, nicht vom Bahnhof Roma San Pietro.
Tipp: Die gesamte Route ist auf Komoot zu finden und absolut empfehlenswert für alle, die Rom auf eigene Faust erkunden möchten und gut zu Fuß sind.
Toskana-Ausflug – Siena und San Gimignano
Ab Livorno ging es diesmal mit einem Mietwagen in die Toskana. Den Mietwagen haben wir im Vorfeld über CHECK24 mit 24h Stornooption reserviert, um ganz sicher zu gehen.
Tipp: Achtet bei der Buchung von 🚘 Mietwagen auf die genaue Lage der Anmietstation und plant rechtzeitig euren Weg dorthin.
Beachtet auch unseren Blog-Beitrag zu unserer CHECK24-Partnerschaft, über die ihr uns per Affiliate-Link unterstützen könnt. Wir freuen uns über eine kleine Provision. 😀
Die Stadt Livorno setzt auch kostenlose Shuttlebusse ein, die die Kreuzfahrtgäste direkt in die Innenstadt bringen. Die Haltestelle liegt direkt in der Innenstadt, von wo aus die Busse auch zurück fahren.
Um die Mietwagenstation am Hafen zu erreichen, mussten wir mit dem Shuttlebus zunächst einmal in die Stadt fahren, sind im Bus sitzen geblieben und erst auf dem Rückweg direkt vor der Vermietstation am Hafenterminal ausgestiegen. Auf dem Hinweg hielt der Bus da nämlich nicht. Informiert euch vor Einstieg beim Buspersonal.
Siena und San Gimignano sind zweifelsohne wunderschöne mittelalterliche Städte mit einem einzigartigen Charme. Man muss sich allerdings darauf einstellen, dass diese Highlights im Sommer sehr gut besucht sind. Trotz der Menschenmassen lohnt sich der Ausflug durch die Toskana aber definitiv!
Weiteres folgt später ... versprochen!
Menorca mit dem Mietwagen – Versteckte Buchten und Panoramablicke
In Mahón (Maó) haben wir uns ebenfalls einen Mietwagen genommen – praktischerweise liegt der Autovermieter direkt gegenüber der Anlegestelle. Den Mietwagen haben wir im Vorfeld wieder über CHECK24 reserviert.
Mit der Flexibilit des Autos konnten wir die Insel nach unseren Wünschen erkunden und auf einfache Weise längere Strecken zurücklegen.
Besonders schön fanden wir das malerische Fischerdorf Binibequer mit seinen weißen Häusern und verwinkelten Gassen. Auch Alaior und der Monte Toro mit seinem atemberaubenden Panoramablick über die Insel standen auf unserem Programm.
Zum Baden haben wir die Cala Mitjana angesteuert – kristallklares Wasser und eine entspannte Atmosphäre, perfekt für einen Familientag am Strand.
Weiteres folgt auch hier später ... versprochen!
Leben an Bord – Entspannung und Erfrischung
Auf dem Schiff haben wir viele schöne Momente erlebt.
Das Pooldeck war bei den sommerlichen Temperaturen ein Dauerbrenner.
Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr der Slush Ice Cocktail „Salitos Salrita“ – erfrischend, lecker und im All-Inclusive-Getränkepaket enthalten. Besser geht’s nicht!
Abends hat es uns oft in den Außenbereich der Anytime Bar am Heck des Schiffes gezogen.
Der Blick aufs Meer bei Sonnenuntergang und die entspannte Atmosphäre waren einfach perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen.
Spa-Bereich – Eine Oase der Ruhe (Adults Only)
Für uns Eltern war der Spa-Bereich mit Sauna und Whirlpool ein echter Geheimtipp.
Ja, er ist kostenpflichtig, aber das Investment lohnt sich absolut. Gerade in den Ferienzeiten, wenn das Schiff gut gefüllt ist, bietet dieser Adults-Only-Bereich die perfekte Gelegenheit für zwei Stunden Ruhe und Entspannung.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Kids sich in der Zeit selbst beschäftigen können – bei unseren beiden Jungs kein Problem!
Unser Fazit
Die Route „Mediterrane Highlights“ mit der AIDAStella hat uns wieder einmal überzeugt.
Die Kombination aus selbst organisierten Landausflügen und den Annehmlichkeiten an Bord macht diese Reise im Mittelmeer besonders.
Von den Delfinen vor Olbia über die Kajaktour an Capris Steilküste bis zu unserem 14-Kilometer-Marsch durch Rom – jeder Hafen bot unvergessliche Erlebnisse.
Für Familien mit Teenagern ist diese Reise aus unserer Sicht absolut empfehlenswert und auch auf der kleineren AIDAstella ist unseren Jungs nie langweilig geworden.